Leipziger Geschichten

Intergenerationales Theaterprojekt (16-99 Jahre)

Geschichten des Zuhause- und des Fremdseins

Storytelling, Physisches Theater, Theatre of Witness, Theatre for Living

Welche Geschichten verknüpfen wir mit dem Gefühl des Zuhauseseins? Was ist überhaupt dieses Zuhausesein - sind es die Erinnerungen an Spiele der Kindheit, die Geräusche lauer Sommerabende, die Gerüche eines Ortes oder Erlebnisse mit anderen Menschen? 

 

Welche Erlebnisse des Fremdseins haben mich geprägt? Muss ich in der Fremde sein, um mich fremd zu fühlen? Ist Fremdsein das fehlende Gefühl des Zuhauseseins? Oder sind es die kalten Wintertage, die unbekannten Orte und unverständlichen Worte, denen wir versuchen, einen Sinn zu geben?

 

Sicher haben Sie viele Geschichten und Erinnerungen an wohlbekannte Geborgenheit und die zweifelnden Gedanken der Orientierungslosigkeit zu erzählen, zu malen, zu zeigen, zu schreiben. 

 

Wir laden Sie ein, Ihre Geschichten zu teilen und die Geschichten anderer (Alt- und Neu-) Leipziger*innen kennenzulernen! 

 

Format

 

Gern wollen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Erfahrungen ergründen und zugleich nach verbindenden Elementen schauen. Daher sind alle Interessierten und Neugierigen eingeladen: Altleipziger*innen und Hinzugezogene verschiedener Generationen (ab 16 Jahre), Sprachen und Prägungen. Menschen ohne und sogar mit Theatererfahrung.

 

Die Gruppe wird im ersten Halbjahr 2018 in den Prozess des Kennenlernens, Geschichtenteilens und Materialkreierens einsteigen. Folgend werden wir Geschichtenelemente verbinden, proben und aufführen.

  

Teilnahme und Kosten

 

Da die Gruppe eine Maximalgröße von 10 Teilnehmenden hat, die gemeinsam an einer Aufführung arbeiten, ist Verbindlichkeit Grundvoraussetzung für die Teilnahme.

 

Interessierte Teilnehmer*innen werden gebeten, eine Email mit kurzer Selbstvorstellung und ein paar Sätzen über ihr thematisches Interesse zu schreiben.

 

Die Teilnahme am Gesamtprojekt hat einen Teilnahmebeitrag von 4 Raten zu je 25,00€. 

 

Methoden

 

Während der Theater-Gruppentreffen nutzen wir Übungen aus folgenden Bereichen:

 

* Physisches Theater // Bewegungstheater

Erkundung und Ausdruck von eigenen Themen mit künstlerischen Mitteln

 

* Storytelling

Schreiben und Teilen eigener Geschichten, Suche nach gemeinsamen Geschichten

 

* Systemische Methoden // Theatertherapie

Verbindung mit eigenen biografischen Geschichten und Episoden durch Bewegung und Theater

 

* Improvisation und Spiel

Gruppenstärkung, Materialerkundung- und schaffung

 

* Community Theater

Im Communitytheater geht es nicht darum, mit professionellen Schauspieler*innen ein Stück zu inszenieren, sondern dem Authentischen und Wahren unserer eigenen Geschichten mit Hilfe künstlerischer Werkzeuge Audruck zu verleihen. Geprägt wird diese Arbeit durch das Theatre for Living und Theatre of Witness. Während das Theatre for Living interaktiv mit dem Publikum spielt und es einläd, gemeinsam nach Veränderungsmöglichkeiten bestimmter Themen zu suchen, nutzt das Theatre of Witness das Publikum als Zeuge individueller Geschichten, die einen universellen Charakter haben und dazu anregen, eigene Geschichten zu teilen.

 

Daten und Uhrzeiten

 

Reguläre Treffen: freitags 17:00-20:30Uhr im Villakeller

 

27. April 2018

11. und 18. Mai 2018

8. und 29. Juni

 

Intensivtreffen: Samstag 13:00-18:00Uhr im Kleinen Saal

 

30. Juni 2018

 

Termine der 2. Jahreshälfte 2018 (ab Oktober 2018) werden noch mit der Gruppe vereinbart.

 

Ort und Kooperation

 

 

Das Projekt findet in Kooperation und in den Räumlichkeiten der Villa Leipzig (Lessingstraße 7) statt.

Leitung

 

Irina Tanger, Zirkuspädagogin, Kulturpädagogin und Tanztrainerin, Sozialarbeiterin i.A.

 

Robert Klement, selbstständiger Dialogtheatertrainer seit 2008 in Mailand, Wien und Leipzig, Theatertherapeut (DGfT), Systemischer Berater i.A. (DGSF), Budobasierter Achtsamkeitstrainer i.A.

(www.theater-rote-ruebe.de)